Büttelborner Nachrichten vom 21.11.2025
40 Jahre Heinz-Weyer- Musikpavillon
Am 18. Oktober 2025 jährt sich die Einweihung des Heinz-Weyer-Musikpavillons zum 40. Mal. Seit dieser Zeit ist dieses Gebäude Dreh- und Angelpunkt für die Mitglieder des Blasorchesters Büttelborn.
Die bewegte Geschichte dieses Gebäudes aber auch die Zeit der Probenarbeit von der Orchestergründung im Jahr 1964 bis zur Inbetriebnahme des Musikpavillons sowie die Umsetzung des Pavillonanbaus mit Namensgebung und dem heutigen Nutzungsbedarf soll in den nächsten Ausgaben der „Büttelborner Nachrichten“ noch einmal dargestellt werden.
Teil VII (letzter Teil) – Die "herrliche Kulturstätte" lebt
Seit nunmehr 40 Jahren finden im Heinz-Weyer-Musikpavillon die Orchesterproben, Satzproben, Vorspielnachmittage, Vorstandssitzungen, Elternabende, Mitgliederversammlungen und andere vereinsinterne Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern oder Grillfeste statt. Bei den Maifesten des Vereins ist der Musikpavillon stets ein wesentlicher Bestandteil dieser Veranstaltungen.
Ohne diesen Heinz-Weyer-Musikpavillon wäre auch die im Jahr 1990 begonnene Jugendarbeit nicht möglich gewesen. Täglicher Einzelunterricht sowie die Gruppen- und Orchesterproben des Jugendblasorchesters, des Miniorchesters und der Blockflötengruppen sind Zeuge dafür, dass der Musikpavillon zu einer Heimat für das Blasorchester Büttelborn geworden ist.
Seit vielen Jahren führen aber auch der Männergesangverein Liederkranz Büttelborn sowie die Jagdhornbläsergruppe des Kreisjägervereins im Heinz-Weyer-Musikpavillon ihre Probenarbeit durch.
Einige Zeit war er auch Probeort, für die legendäre Mundartrockband „Handkäs mit Musik“ gewesen.
Immer wieder einmal wurde der Musikpavillon vom Blasorchester Büttelborn und von örtlichen Gesangvereinen für die Durchführung von Promenadenkonzerten innerhalb und außerhalb des Gebäudes genutzt.
Zu einem Promenadenkonzert, wie hier 1987 mit dem damaligen Dirigenten Walter Bergner, lädt das Blasorchester Büttelborn die musikbegeisterte Bevölkerung in unregelmäßigen Abständen zum Heinz-Weyer-Musikpavillon ein. (Foto: Archiv)
In den letzten Jahren gab es wiederholt volkstümliche Konzerte des „Großen“ Orchesters mit böhmisch-bayerischer Blasmusik sowie Konzerte der Vereinsjugend mit dem Titel „Junge Töne“, die jeweils großen Zulauf hatten.
Wie man sieht: Die „herrliche Kulturstätte“ (Zitat von Heinz Weyer bei der Einweihung 1985) lebt!
Vereinsinterne Weihnachtsfeiern im Heinz-Weyer-Musikpavillon, wie hier im Jahr 2004, sind immer wieder ein Highlight im Terminkalender des Blasorchesters Büttelborn. (Foto: Archiv)
„Sitzkissenkonzert“ für Kinder ab 4 Jahren
Neben den Frühjahrskonzerten, den Adventskonzerten, den Promenadenkonzerten und den Picknick-Konzerten plant das Blasorchester Büttelborn noch in diesem Jahr ein neues Konzert-Format:
Ein „Sitzkissenkonzert“ für Kinder ab 4 Jahren. Das erste Konzert dieser Art in Büttelborn lädt Kinder und ihre Eltern dazu ein, klassische Musik spielerisch zu entdecken – ganz nah am Geschehen, gemütlich auf dem eigenen Sitzkissen. Auch ein Kuscheltier darf als Begleiter gerne mitkommen!
Zu diesem ganz besonderen Musikerlebnis für Kinder lädt das Blasorchester Büttelborn am Sonntag, den 7. Dezember 2025 für 16.00 Uhr in die TV-Turnhalle in Büttelborn, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ein. Die Saalöffnung ist für 15.30 Uhr vorgesehen. Der Eintritt ist frei.
Unter der musikalischen Leitung von Ulrich Conzen erklingt neben anderen bekannten, kindgerechten Melodien u.a. das symphonische Volksmärchen von Sergej Prokofjew „Peter und der Wolf“ – eine musikalische Geschichte für Kinder.
Ziel ist es, die Kinder mit den einzelnen Instrumenten des Orchesters vertraut zu machen. Während ein Erzähler die Geschichte erzählt, unterstreicht das Orchester die Figuren mit musikalischen Themen. Mit dabei z.B. die Querflöte (der Vogel) die Oboe (die Ente), die Klarinette (die Katze) oder die Waldhörner (der Wolf).
Zum Ende der Veranstaltung können alle Kinder sich die Instrumente aus der Nähe ansehen.
Für die Verpflegung mit Getränken sorgt das Team des TV Büttelborn.
Vereinsjugend unterhält das Publikum beim diesjährigen Vorspielnachmittag
Begeistert zeigten sich die rund 100 Gäste im Heinz-Weyer-Musikpavillon von den Leistungen der Orchesterjugend des Blasorchesters Büttelborn beim diesjährigen Vorspielnachmittag.
Die Eltern, Großeltern, Geschwister und weitere Musikinteressierte waren gespannt auf die Ergebnisse des Probenwochenendes vom letzten Wochenende und brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Die Kinder und Jugendlichen des Jugendblasorchesters, des Miniorchesters und der Blockflötengruppen gaben den Besuchern einen Überblick über ihren derzeitigen Leistungsstand.
Begrüßt wurden die Gäste zunächst vom neuen Jugendleiter Marcel Merbach, der die letzte Woche noch einmal Revue passieren ließ mit Probenwochenende, Besuch im Hessischen Landtag und Martinsumzug.
Die weitere Moderation lag in den Händen von Moritz Thiele, dem musikalischen Leiter des Jugendblasorchesters Büttelborn.
Die 20 Musikerinnen und Musiker des Jugendblasorchester spielten unter seiner Leitung bekannte Klassiker aus dem JuBOB-Repertoire wie die Titelmelodie der „Muppets Show“ oder „Final Countdown“ von der Gruppe Europe. Aber auch neuere Stücke wie die Filmmusik „A Million Dream“, oder Melodien aus „Star Wars“ kamen zusammen mit dem Jazz-Standard „Birdland“ beim Publikum gut an.
Seinen ersten Auftritt hatte auch das neugegründete Miniorchester mit dem St.-Martins-Lied und dem ebenfalls bekannten „Freude schöner Götterfunken“. Hier appellierte Moritz Thiele an alle Anwesenden, doch ihre Kinder zum gemeinsamen Musizieren zu schicken, denn dieses Ensemble würde sich sehr über weitere Verstärkung freuen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Nachmittags war das Vorspiel in Kleingruppen, an dem sich auch die drei Blockflötengruppen unter der Leitung von Jeanette Derdau und Lina Klink beteiligten.
Die Blockflötenkinder starteten mit „Hänschen klein“, „Hänsel und Gretel“, sowie „Freude schöner Götterfunken“, „Ich geh‘ mit meiner Laterne“ und mit einem Duett.
In unterschiedlichen Instrumentenbesetzungen spielte der Orchesternachwuchs zum Beispiel eine „Dorische Melodie“ von Franz Kanetzky (die Klarinettistinnen Lissi Hahn und Luisa Keller), das Verdistück „Oh wie so trügerisch“ (die Querflöten Dina Stiefel und Luise Knieß) sowie den „Mosquito Cha Cha“ von Alfred Pfortner (Mathias Miltner und Paul Romstedt am Saxophon).
Die Posaunisten Tom Friedmann und Frederik Lanzrath sowie Bjarne Weis am Bariton spielten „The Entertainer“ von Scott Joplin. Antonia Klink und Eline Stiefel (beide Klarinetten) brachten die „Träumerei“ von Robert Schumann zu Gehör.
Christopher Möll (Posaune) und Jonas Buchner (Bariton) gaben „How High the Moon“ von Morgan Lewis zum Besten, ehe Lana Romstedt (Klarinette) und die beiden Saxophonisten Felicia Lanzrath und Len Körner zunächst den „Tango de Gallinas“ von Alfred Pfortner und gleich danach auch noch den „Entertainer“ von Scott Joplin interpretierten. Die drei Letztgenannten hatten dazu ihre Generalprobe bei der „Babbelbank“ im Café Extra, als sie vor wenigen Wochen mit eben diesen beiden Stücken dort auftraten.
Höhepunkt und krönender Abschluss des Vorspiels in kleinen Gruppen war schließlich das Musikstück „Eye Of The Tiger“ von Survivor, mit dem Len Körner am Saxophon, Frederik Lanzrath an der Posaune, Tom Friedmann am Klavier und Philipp Senßfelder an den Drums zu begeistern wussten.
Der 90minütige Vorspielnachmittag endete schließlich mit „Celebration“ von Kool and the Gang als Zugabe des Jugendblasorchesters Büttelborn.
Der Jugendleiter Marcel Merbach lenkte seinen Blick zum Schluss noch einmal auf das Sitzkissenkonzert für Kinder ab 4 Jahren des „Großen“ Blasorchesters Büttelborn, das am Sonntag, den 7. Dezember 2025 um 16.00 Uhr in der Turnhalle des TV Büttelborn stattfinden wird.
Auftritte beim Weihnachtsmarkt in Büttelborn
Traditionell (genauer gesagt seit 1986) sind die Orchester des Blasorchesters Büttelborn auch dieses Jahr wieder beim Weihnachtsmarkt in Büttelborn mit musikalischen Beiträgen vertreten.
Am Samstag, den 29. November 2025 wird das Jugendblasorchester ab 16.30 Uhr mit weihnachtlichen Melodien die Besucher des Marktes unterhalten, ehe gegen 17.00 Uhr dann das „Große“ Blasorchester etwa 60 Minuten lang den Übergang zum abendlichen Weihnachtsmarktgetümmel gestalten wird.