Büttelborner Nachrichten vom 11.09.2020

Ehrungen und Jahresberichte bei Generalversammlung

im Mittelpunkt – Anhebung der Mitgliedsbeiträge

 

Auch vor der Generalversammlung des Blasorchesters Büttelborn machte die Corona-Pandemie nicht halt. Die ursprünglich für Anfang Mai vorgesehene Veranstaltung wurde nun nachgeholt. Dabei traf man sich nicht wie gewohnt im Heinz-Weyer-Musikpavillon, sondern nutzte den großen Saal des Volkshauses Büttelborn, um mit ausreichendem Abstand die Tagesordnungspunkte abzuarbeiten.

 

Dabei erlebten die drei Dutzend erschienenen Mitglieder des Blasorchesters Büttelborn eine überaus harmonische und unter den Vorgaben der notwendigen Hygienebestimmungen gut organisierte Generalversammlung.

 

Da die Vorstandsmitglieder erst bei der letztjährigen Generalversammlung auf zwei Jahre gewählt worden waren, standen dieses Mal in erster Linie die einzelnen Jahresberichte und vor allem Ehrungen von langjährigen Vereinsmitgliedern sowie die Ernennung eines Ehrenmitgliedes im Vordergrund des Interesses.

 

Außerdem hatte der Vorstand einen Antrag zur Anpassung der Mitgliedsbeiträge eingebracht. Dieser Antrag wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Demnach bezahlen Mitglieder ab 18 Jahre vom 1. Januar 2021 an 48 Euro Jahresbeitrag, Minderjährige 24 Euro. Ab dem 1. Januar 2022 sind es dann 60 Euro bzw. 30 Euro. Begründet wurde dieser Antrag damit, dass seit rund 15 Jahren keine Anpassung mehr erfolgt und dass aber im gleichen Zeitraum die Kostenseite doch erheblich angestiegen sei.

 

Für 10 Jahre aktive Musiktätigkeit geehrt wurden die Mitglieder des Jugendblasorchesters Noah Heil (Posaune), Lilly-Ann Kegel (Saxophon), Jonathan Mayer (Flügelhorn) und Pauline Schroth (Klarinette), die ebenso schon im „Großen“ Blasorchester mitspielen wie „Seiteneinsteiger“ Gunter Heil (Tuba).

 

Schon seit 25 Jahren halten Silvia Hürter (Saxophon), Lisa Köhler (Waldhorn) und Anne Schneider (Posaune) sowie das inaktive Mitglied Elke Deußer dem Verein die Treue.

 

Gar schon seit 50 Jahren beim Blasorchester Büttelborn musikalisch aktiv sind die Mitglieder Hans Barthel (Posaune), Manfred Barthel (Klarinette), Ulrich Best und Harald Reinhard (beide Tenorhorn) sowie Dietmar Schamber (Trompete).

 

Alle wurden mit Urkunden und Geschenken ausgezeichnet. In launige Worte verpackt und mit kleinen persönlichen Anekdoten versehen, zeichnete der Vorsitzende Manfred Barthel noch einmal den Werdegang der Geehrten innerhalb des Vereins nach.

 

An diesem Abend verhindert waren Walter Fritsch, Max Müller und Willi Werner (alle 10 Jahre aktive Musiktätigkeit), Anna Blöcher (25 Jahre Vereinszugehörigkeit) sowie Hans-Jürgen Barthel, Willi Ernst, Christine Görlich und Daniel Raiß, die allesamt bereits seit 40 Jahren dem Verein Blasorchester Büttelborn e.V. angehören. Deren Ehrung soll nach Möglichkeit bei nächster Gelegenheit nachgeholt werden.

 

Eine besondere Ehrung erhielt an diesem Abend der Tubist Hubert Kraus, der auf der Grundlage der Bestimmungen der im Jahr 2000 von der Generalversammlung beschlossenen Ehrungsordnung zum Ehrenmitglied des Blasorchesters Büttelborn ernannt wurde.

 

Von insgesamt 29 öffentlichen Auftritten der drei Orchester („Großes“ Blasorchester, Jugendblasorchester und Mini-Orchester) im Berichtsjahr 2019 wusste Manfred Barthel zu berichten. Darunter war aus der Sicht des Vorsitzenden für das „Große“ Orchester zum einen ganz besonders das Herbstkonzert in der Stadthalle Gernsheim hervorzuheben.

 

Als weitere besondere Highlights im abgelaufenen Jahr nannte der Vorsitzende neben den musikalischen Umrahmungen der Fastnachtsveranstaltungen und der jährlich wiederkehrenden Auftritte in der Gemeinde Büttelborn und bei der Fronleichnamsprozession in Groß-Gerau noch die Konzerte beim Bezirksmusikfest in Dreieich-Offenthal, bei der Spargelkerb in der TV-Turnhalle, beim Tag der offenen Tür der FFW in Berkach sowie beim Kartoffelfest des MGV Liederkranz Büttelborn.

 

Manfred Barthel erinnerte besonders an das eigene, insgesamt 16. Maifest. Musikalische Darbietungen des „Großen“ Orchesters, des Jugendblasorchesters und des Mini-Orchesters wurden ergänzt durch eine „Tanz-in-den-Mai-Party“ sowie einem Auftritt von „The Dicey Reillys“ mit irischer und internationaler Folkmusik. Erwähnenswert hier vor allem der Auftritt vom „Musikverein Harmonie de Hoerdt“ aus der Büttelborner Partnergemeinde im Elsass.

 

Dass auch der gesellige Aspekt im Berichtsjahr für die aktiven Musikerinnen und Musiker nicht zu kurz gekommen war, machte der Vorsitzende am Probenwochenende im heimischen Heinz-Weyer-Musikpavillon, am Grillfest und vor allem an der gelungenen Weihnachtsfeier deutlich.

 

Manfred Barthel streifte natürlich über das Geschäftsjahr hinaus auch die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie für das Blasorchester Büttelborn. Ausfälle von Konzerten, wegbrechende Einnahmen durch abgesagte Auftritte und schon jetzt zu erkennende weitere finanzielle Einbußen über das Jahr 2020 hinaus bei weiterhin bestehenden Fixkosten können zu existenzbedrohenden Szenarien für das Blasorchester Büttelborn führen.

 

Er ist deshalb sehr froh darüber, dass zumindest der Probenbetrieb für die drei Orchester des Vereins wieder möglich ist. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept für den Heinz-Weyer-Musikpavillon sorgt für die Möglichkeit zur Ensemble-Probe des Jugendblasorchesters und des Miniorchesters sowie für die Durchführung des Einzelunterrichtes der Kinder und Jugendlichen. Das „Große“ Orchester kann dankenswerterweise den großen Saal des Volkshauses nutzen, um dort regelmäßig proben zu können.

 

Dem Jahresbericht der Jugendwartin Viktoria Kleine war zu entnehmen, dass das Jahr 2019 zu Beginn geprägt war von der musikalischen Umrahmung der BCA-Kindersitzungen. Im weiteren Verlauf kamen dann noch die Auftritte beim letztjährigen Maifest des Blasorchesters hinzu.

 

Auftritte bei Weihnachtsmärkten in Büttelborn, Klein-Gerau und Darmstadt gehören mittlerweile ebenso zum alljährlichen Terminkalender wie der Martinsumzug der Katholischen Pfarrgemeinde Büttelborn und die Weihnachtsfeier der AWO Büttelborn.

 

Einmal mehr trug das Probenwochenende in der Jugendherberge Erbach mit anschließendem Vorspielnachmittag im Heinz-Weyer-Musikpavillon, bei dem auch das Miniorchester zu begeistern wusste, zur Steigerung der musikalischen Qualität des Jugendblasorchesters bei.

 

Zu Beginn des letzten Jahres wurde ein neuer Jugendausschuss gewählt, der insgesamt neun Mitglieder umfasst (alle Positionen konnten besetzt werden) und dessen neuer Sprecher Tim Kaiser ist. Die Teilnahme an der Jugendsammelwoche des Hessischen Jugendrings gehörte ebenso zu den Aktivitäten des Jugendausschusses wie die Organisation von Spielstationen beim Maifest und die Organisation einer Fahrt der Orchesterjugend in den Freizeitpark Tripsdrill.

 

Im Mai und im Dezember fand jeweils eine öffentliche Probe des Jugendblasorchesters statt, bei dem vor allem die Blockflötenkinder die Möglichkeit hatten, Instrumente auszuprobieren.

 

Insgesamt rund 45 Nachwuchskräfte waren zum Jahresbeginn 2020 beim Blasorchester Büttelborn in Ausbildung. 23 Jugendliche sind aktuell im Jugendblasorchester aktiv. Das Mini-Orchester umfasst derzeit 16 Mitglieder. Darüber hinaus gibt es im Moment drei Blockflötengruppen mit neun Kindern.

 

In seinem Bericht für das abgelaufene Jahr zog Ulrich Conzen, der Dirigent des „Großen“ Orchesters, des Jugendblasorchesters und des Mini-Orchesters, eine insgesamt positive Bilanz. Auch Ulrich Conzen streifte in seinem Bericht noch einmal die musikalischen Highlights des letzten Jahres.

 

Auch er lobte die musikalische Leistung der jungen Mitglieder des Jugendblasorchesters und des Miniorchesters im abgelaufenen Jahr. Der nunmehr eingeleitete personelle Umbruch hat zur Folge, dass es mehr denn je wichtig ist, neue Mitspielerinnen und Mitspieler zu gewinnen, um die beiden Orchester personell wieder auffüllen zu können.

 

Besonders hob Conzen das Engagement des Vorstandes beim Finden von Probemöglichkeiten für alle drei Orchester hervor. Er sieht in diesem Zusammenhang das Blasorchester Büttelborn gut aufgestellt und hofft, bald wieder vor Publikum auftreten zu können.

 

Die Kassenwartin Ute Astheimer konnte eine positive Kassenbilanz vorweisen. Aber auch sie gab zu bedenken, dass die Corona-bedingten Ausfälle von eigenen Konzerten und von Auftritten in nächster Zeit ohne das Ergreifen von geeigneten Maßnahmen finanziell nicht aufzufangen sein werden. Die Kassenprüfer bescheinigten ihr eine ordnungsgemäße Kassenführung, worauf die Generalversammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilte.

 

Zu neuen Kassenprüfern wurden Selina Hofer und Stefan Leber gewählt.

 

Mit einem Ausblick auf den in Kürze anstehenden Abschluss der Gespräche mit der Gemeinde Büttelborn über die Übernahme des Heinz-Weyer-Musikpavillons schloss Manfred Barthel die Versammlung.

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